Kriterien einer Bildanalyse
Angaben zum Bild: Titel, Künstler, Jahr, Technik, Format/Größe, Standort des Bildes, Thema des Bildes (kurz die Darstellung beschreiben)
Bildbeschreibung (inhaltliche Aspekte): Was wird mitgeteilt über die Bildgegenstände und Bildelemente?
Art und Menge der dargestellten Dinge und Figuren (z.B. Körperhaltung, Gestik, Mimik, Körperbau, Bekleidung, Requisiten). Es erfolgt noch keine Deutung des Bildes!
Syntaktische Analyse (formale Aspekte): Was wird über die formalen Mittel ausgesagt? Welche Beziehungen der formalen Elemente bestehen untereinander?
Komposition und Bildaufbau, Formen, Konstruktionen, Räumlichkeit, Plastizität, Proportion, Verhältnis der Darstellung zur Wirklichkeit.
3. Werkimmanente Interpretation: Was für eine Aussage ergibt sich aus der Verknüpfung der ermittelten Fakten aus Beschreibung und syntaktische Analyse?
Aus der bisherigen Untersuchung werden die Schlußfolgerungen gezogen. Es ergibt sich eine werkimmanente Interpretation. Die Einheit des Kunstwerkes muß wieder deutlich werden. Die Aussagen müssen begründet sein. Die Absicht des Künstlers, seine künstlerische Intention wird zu klären versucht.
Werktranszendente Interpretation: Was für eine Aussage ergibt sich unter der Berücksichtigung aller verfügbaren Daten über die Person des Künstlers, die Umstände seines Schaffens, die politischen, sozialen, wirtschaftlichen Gegebenheiten seiner Zeit, die Kunst/Kultur seiner Zeit und der kunstgeschichtlichen Entwicklung? (Historische Gesamtlage)